«Der Mensch ist grundsätzlich ein aktives Wesen, sein Lernen beruht auf engagierter Aktivität, nicht auf passiver Uebernahme vorgefestigter Lerninhalte». J. Piaget

Wir stellen uns die Frage, warum in der Logopädie gehandelt wird!

Das Prinzip liegt darin, dem Kind durch konkrete und entwicklungsbezogene Handlungen neue Erfahrungen mit der Gegenstandwelt, der Personenwelt (Bezugspersonen, Therapeutin) und mit sich selber zu ermöglichen. Durch das gemeinsame Tun ergibt sich darüber zu sprechen. Handlungen sind immer Mittel zum Zweck, nicht das Produkt ist wichtig, sondern der, und die während der Handlung initiierten Prozesse sind das Ziel.

Es sind dies die Entwicklungsschritte der Kooperation, der Interaktion und der Kommunikation.

1. Kooperation: Die Kooperationsfähigkeit besitzen alle Kinder. Es ist deshalb nicht nötig, Zusammenarbeit den Kindern beizubringen. Jede Form des Miteinander-tuns erfordert Kooperation. Ein Kind macht nicht „Nichts“. Die Aufgabe der Therapeutin kann sein, das kindliche Verhalten zu verstehen und das Kind entsprechend zum Tun zu animieren.
   
2. Interaktion: Das Kind interagiert zwischen der Bezugsperson, dem Gegenstand und sich selbst. Durch die Nachahmungsfähigkeit von Handlungen lernt das Kind Situationen und Tätigkeiten zu verstehen. Es kommt über die Handlung zur Vorstellung einer Situation. Kinder geben ihren Puppen das Essen. Die einen tun dies ohne Zuwendung zur Puppe, wieder andere tun dies, als wären die Puppen lebendig.
   
3. Kommunikation: Das Ziel einer logopädischen Massnahme ist, dass das Kind kommunizieren kann. Kommunikation benötigt immer einen Sender und einen Empfänger. Das setzt voraus, dass der Sender mit dem Empfänger kooperieren kann und die Handlung und die Situation versteht.


Lass es mich tun,



damit wir darüber sprechen können.



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