Was betrachte ich in der Anwendung der handlungs- und entwicklungsorientierten Sprachtherapie als zentral und wichtig.

Damit das Kind sprechen lernt und dass es gesprochene Sprache im Laufe der Lebensjahre versteht, benötigt es einige konkrete für den Spracherwerb unabdingbare Entwicklungsschritte. Diese Entwicklungsschritte werden von Wahrnehmungsleistungen im Bereich der Aufnahme unterstützt. Dazu gehören folgende Sinneswahrnehmungen: visuelle, auditive, taktil-kinästhetische, gustatorische und olfaktorische Sinne. Voraussetzung ist, dass sich die drei wichtigen Sinne: visuelle, auditive und taktil-kinästhetische, verknüpft sind, und das bedeutet, dass diese Sinne intermodal leisten. Also gehören zu einer intermodalen Leistung immer die drei Sinnesleistungen zusammen. Was gesehen wird, muss gehört werden und damit muss das Kind manipulieren können, (Objekt).

Sprache ist Bewegung, kann also nicht über Bilder vermittelt werden, sondern das Objekt muss sich bewegen können oder sich bewegen lassen. Daraus ergeben sich das Tun, das Verändern, das Verstehen und das Erkennen des Subjektes. Demzufolge macht das gesunde Kind in der Sensomotorik folgende Entwicklungsschritte durch:

- Neugierverhalten
- Nachahmungsfähigkeit
- Aktivität und Eigenaktivität
- Wahrnehmungsleistung
- Explorationsfähigkeit
- Sprachentdeckung
- Individuationsentwicklung
- Raumerfahrung und Symbolik

Damit beim sprachauffälligen Kind die obigen Entwicklungsschritte unterstützt werden, ist es wichtig, dass die logopädische Maßnahme handelnd und entwicklungsbezogen durchgeführt wird. (nicht durch Bildmaterialien). Nur durch das Tun kann das Kind Sprache speichern, wie seit neuestem Neuropsychologen in ihrer Forschung erkannt haben.

Ich verweise auf meine Publikation; Handeln Denken Sprache, über die handlungs- und entwicklungsorientierte Sprachtherapie, eine gute Therapieform vermittelt.
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